Blasentest
Verfahren

Der Blasenpunkttest ist die Standardmethode zur Bestimmung der größten Porengröße in einem Sintermetallfilterelement. Diese Verfahrensseite beschreibt das Testprinzip, die einzelnen Schritte, die benötigte Ausrüstung und die Interpretation der Ergebnisse.

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Bubble Point Test Procedure

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Was ist der Bubble-Point-Test?

Der Blasenpunkttest misst den minimaler Gasdruck Erforderlich ist ein Druck, um einen kontinuierlichen Blasenstrom durch ein vollständig benetztes Filterelement zu pressen. Dieser Druck entspricht direkt dem größte Porengröße im Filtermedium vorhanden – der sogenannte „Blasenpunkt“.

Eine benetzte Membran hält Flüssigkeit durch Kapillarkräfte in ihren Poren. Mit steigendem Druck strömt das Gas zuerst durch die größte Pore, da dort die geringste Kapillarkraft überwunden werden muss. Der Zusammenhang zwischen Blasendruck und Porendurchmesser folgt der Formel: Washburn-Gleichung:

d = 4γ·cos θ / P
  • D — größter Porendurchmesser (µm)
  • γ — Oberflächenspannung der Testflüssigkeit (mN/m)
  • θ — Kontaktwinkel der Flüssigkeit auf dem Filtermaterial
  • P — Blasenpunktdruck (Pa)

Höherer Blasendruck = kleinere maximale Porengröße = engere Filtrationsqualität.

Wichtigste Fakten

  • Standardreferenz

    ASTM F316 / ISO 4003

  • zerstörungsfrei

    Der Filter wird während des Tests nicht beschädigt.

  • Testflüssigkeiten

    Isopropanol (IPA) oder destilliertes Wasser

  • Detektierbarer Porenbereich

    Typischerweise 0,22 µm – 100 µm

  • Bei FILTURE

    Wird vor dem Versand an 100 % der Sintermetallfilterprodukte durchgeführt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das folgende Verfahren entspricht ASTM F316. Stellen Sie vor Beginn sicher, dass die Testumgebung sauber ist und das Filterelement frei von Beschädigungen oder Verunreinigungen ist.

01

Bereiten Sie das Filterelement vor

Prüfen Sie das Filterelement visuell. Es muss sauber, unbeschädigt und frei von Partikelverunreinigungen sein. Wenn der Filter bereits in Betrieb war, reinigen und trocknen Sie ihn gründlich vor der Prüfung.

Berühren Sie das Filtermaterial nicht mit bloßen Händen – verwenden Sie saubere Handschuhe, um eine Verunreinigung der Porenstruktur zu vermeiden.
02

Den Filter vollständig befeuchten

Tauchen Sie das Filterelement in die Testflüssigkeit ein. Isopropanol (IPA) Für die meisten Sintermetallfilter wird destilliertes Wasser aufgrund seiner geringen Oberflächenspannung und guten Benetzbarkeit der Metalloberflächen bevorzugt. Für hydrophile Anwendungen kann destilliertes Wasser verwendet werden.

Stellen Sie sicher, dass die Flüssigkeit vollständig in alle Poren eindringt. Lassen Sie sie mindestens eine Minute einwirken. 2 Minutenoder bis keine Luftblasen mehr aus der Filteroberfläche austreten.

Verwenden Sie frisches, reagenzreines Isopropanol oder deionisiertes Wasser. Verunreinigte Testflüssigkeit führt zu ungenauen Ergebnissen.
03

Bauen Sie den Prüfstand auf

Montieren Sie den benetzten Filter in der Prüfvorrichtung. Schließen Sie die geregelte Gaszufuhr (trockener Stickstoff oder saubere Druckluft) an die Zulaufseite an. Tauchen Sie die Ablaufseite in eine flache Schale mit Prüfflüssigkeit ein oder verwenden Sie ein Druckabfallmesssystem.

  • Gasversorgung: trockener Stickstoff oder saubere Druckluft (ölfrei)
  • Druckregler: Bereich 0–10 bar, Feinregelung
  • Manometer: 0,1 bar Teilung (oder besser)
  • Dichtungen: Vor dem Druckaufbau sicherstellen, dass alle Verbindungen dicht sind.
04

Druck langsam erhöhen und beobachten

Ausgehend von Null, Erhöhen Sie den Gasdruck stromaufwärts langsam und stetig — mit einer Rate von etwa 0,1–0,2 bar pro 10 Sekunden. Beobachten Sie die stromabwärtige Seite oder die untergetauchte Auslasswanne kontinuierlich.

Mit steigendem Druck können Sie einzelne, langsam aufsteigende Blasen beobachten – dies ist normale Diffusionsströmung. Erhöhen Sie den Druck weiter, bis Sie eine erster anhaltender Strom von Blasen an einer festen Stelle. Notieren Sie diesen Druckwert sofort.

Do not rush pressure increase — a rapid ramp causes liquid to be pushed from pores prematurely, giving a falsely low, inaccurate bubble point reading.
05

Aufzeichnen und Berechnen

Der Druck, bei dem der erste kontinuierliche Blasenstrom auftritt, ist der Blasenpunktdruck (PBlutdruck)Wenden Sie die Washburn-Gleichung an, um den maximalen Porendurchmesser zu berechnen, oder vergleichen Sie ihn direkt mit den Referenzwerten in der Kalibrierungstabelle von FILTURE für die jeweilige Legierung und Testflüssigkeit.

Dokumentiert werden sollen: verwendete Testflüssigkeit, Testtemperatur, Blasendruck, berechnete Porengröße, Seriennummer des Filterelements und Testdatum. Die Ergebnisse sind als Teil der Qualitätsdokumentation aufzubewahren.

Interpretation der Ergebnisse

Typische Blasenpunkt-Druckbereiche für gängige FILTURE Sinterfilterqualitäten, getestet mit IPA bei 20 °C.

Filterqualität Mittlere Porengröße (µm) Blasenpunktdruck (IPA) Siedepunktsdruck (Wasser)
Ultrafein0,5 – 2 µm> 3,0 bar> 1,2 bar
Bußgeld2 – 10 µm1,0 – 3,0 bar0,4 – 1,2 bar
Mittelfein10 – 30 µm0,35 – 1,0 bar0,14 – 0,4 bar
Medium30 – 60 µm0,18 – 0,35 bar0,07 – 0,14 bar
Grob60 – 100 µm0,10 – 0,18 bar0,04 – 0,07 bar

* Oberflächenspannung von Isopropanol: 21,7 mN/m bei 20 °C · Oberflächenspannung von Wasser: 72,8 mN/m bei 20 °C · Kontaktwinkel angenommen: 0°. Die Werte sind Richtwerte; der tatsächliche Siedepunkt hängt von der Legierung, den Sinterbedingungen und der Geometrie des Bauteils ab.

Diese Noten entsprechen unserem Standard Sinterfilterpatrone Bereich – siehe SS sintered powder filter element und Titan-Sinterpulver-Filterelement Seiten mit materialspezifischen Porengrößendaten.

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Versuchsaufbaudiagramm, Schritt-für-Schritt-Anleitung, Datenerfassungsformular und Referenz zur Druckberechnung – alles zusammengefasst in einer einzigen PDF-Datei, die Sie ausdrucken oder mit Ihrem Laborteam teilen können.

PDF 336 KB Englisch + Diagramme

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