Können Sintermetall-Filterkerzen per CIP gereinigt werden?

Eine CIP-reinigbare Sintermetall-Filterkerze kann für die Reinigung im geschlossenen Kreislauf (CIP) in Betracht gezogen werden, wenn Filtermedium, Endanschlüsse, Dichtungen, Gehäuse und Reinigungschemikalien mit dem gesamten Betriebs- und Reinigungszyklus kompatibel sind. Die Eignung für CIP ergibt sich nicht allein aus dem Filterwerkstoff. Zu prüfen sind auch Produktrückstände, Feststoffbeladung, Reinigungstemperatur, Chemikalienkonzentration, Kontaktzeit, Strömungsrichtung, Differenzdruck und die erforderliche Prüfung nach der Reinigung. Ein wiederverwendbares Metallelement kann sinnvoll sein, wenn ein Prozess eine starre Filterstruktur und einen dokumentierten Reinigungsablauf benötigt; die tatsächliche Reinigbarkeit und die beibehaltene Filtrationsleistung müssen jedoch im System validiert werden.

Für eine technische Bewertung werden Prozessmedium, normale und maximale Temperatur, geforderte Partikelrückhaltung, Durchfluss, Druck, erwartete Feststoffe oder Rückstände, vorgesehene CIP-Chemikalien und Konzentrationen, Reinigungstemperatur, Zyklusdauer, Spülschritte sowie Anforderungen an Sanitisation oder Validierung benötigt. Auch alle nichtmetallischen medienberührten Teile, einschließlich Dichtungen, sind anzugeben. FILTURE kann diese Angaben für eine geeignete Sintermetall-Filterausführung prüfen; Chemikalienverträglichkeit, Reinigungsergebnis, Wiederherstellung des Druckverlusts und Lebensdauer sind anhand der Prozessvalidierung und Betriebsdaten des Kunden zu bestätigen.

Ersetzt ein CIP-reinigbarer Metallfilter die Validierung?

Nein. Filterelement, Gehäuse, Dichtungen, Reinigungschemie, Temperatur, Zykluszeit und die geforderten Sauberkeits- oder Produktqualitätskriterien müssen zusammen bewertet werden. Das endgültige Verfahren ist für den jeweiligen Prozess zu validieren.

Bei Pharma- und Lebensmittelprozessen sollten Reinigungs- und Validierungsanforderungen mit dem Prozessteam abgestimmt werden.